Es stellt sich zuerst die Frage, wieviel haben Pellets noch mit Holz gemeinsam? Die DIN 51731, die die Qualität von Pellets regelt sagt nichts über Kontrolle und Inhaltsstoffe aus. Jeder Betrieb kann irgendwelche Proben abliefern, die mit seiner Produktion nichts zu tun haben. Genauso dürfen beliebig jedwede Inhaltsstoffe beigemischt werden: Futtermittel, Gräser, Mais, Rinden, Tropenhölzer, Leinöl oder Aromastoffe sind gängige Praxis. Ein Pellethersteller sieht in der Regel auch zuerst seinen Gewinn, wird auf die billigsten Rohstofffe zurückgreifen und den geringsten Produktionsaufwand betreiben.
50 % des Endverkaufspreises von Pellets sind Transportkosten, transportiert wird mit Dieselfahrzeugen. Wenn also der Ölpreis steigt, steigt auch der Pelletpreis. Eine kleine Rechnung: 1 Pumpfahrzeug mit Heizöl transportiert 30.000 Liter Heizöl, das entspricht umgerechnet 90.000 kg Pellets und dafür werden sechs Pumpfahrzeuge benötigt, der Verkehr also versechsfacht. Wenn der Rohstoff Holz nicht dort pelletiert wird wo er anfällt, was in der Regel der Fall ist, hat dies auch Transportaufwand zur Folge. Billige Abfallhölzer aus Osteuropa und Russland verschärfen die Situation. Pellets sind also kein lokaler Brennstoff. Die Energiebilanz des Pellets wird auch durch die Produktion verschlechtert. Allein der elektrische Strom für die Pressen muss mit 3,4 % angesetzt werden, Erhitzung vor und Kühlung nach dem Pressvorgang kosten weitere 4 %.
Der Staubanteil ist entscheidend für eine saubere Verbrennung und wird nur für den Zustand im Werk angegeben. Wieviele Pellets beim Transport und dem Einblasen zerbrechen und durch Abrieb Staub bilden hängt von der Qualität und den zugemischten Bindemitteln ab.
Umweltaspekte von Wärmepumpen und Holzfeuerungen bei Zukunft-Umweltwärme