Erdsonden-Indirektsystem Sole


Das Erdreich kann als Wärmequelle auch genutzt werden, wenn wenig Fläche oder kein Grundwasser zur Verfügung steht. Auf dem Grundstück wird eine Tiefenbohrung mit ca. 60 bis 90 Metern und ca. 15 cm Durchmesser vorgenommen. In diese wird die Sonde eingebracht, durch die in geschlossenem Kreislauf die Sole zirkuliert. Die Sole nimmt die Temperatur des Erdreichs auf.

Die damit indirekt über die Sole gewonnene Wärme wird durch die Wärmepumpe an die Heizkreise abgegeben. Die abgekühlte Sole fließt in den Kreislauf zurück. Das Erdreich selbst regeneriert sich durch Anpassung an umgebendes Gestein, dessen Temperatur in der Tiefe nach der geothermischen Tiefenstufe 3° C pro 100 m ansteigt.

Für hohe Vorlauftemperaturen bietet sich neben der Grundwassernutzung die Nutzung der Wärme im Erdreich mittels Erdsonde an. Auch die Ergänzung durch einen Solarkollektor, der Sole zusätzlich erwärmt ist möglich.

Die mögliche Leistung wird mit 50 W/Bohrmeter angesetzt, bei günstiger Geologie kann sie auch bis 80 W/Bohrmeter betragen. Da ab einer Tiefe ab 100 m das zur Genehmigung erforderlich Bergbaurecht zum Tragen kommt, werden Sonden meist nicht tiefer als 99 m gebohrt womit die Genehmigung der unteren Wasserbehörde obliegt.

Die durchschnittlichen Jahresarbeitszahlen liegen bei 3,5, sehr gute Anlagen kommen auf Werte knapp unter 5.